Wahlprogramm Kommunalwahl 2014 der Frauenliste für Grafrath FLG
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Frauenliste für Grafrath FLG

Wahlprogramm 2014

 

Behutsame Ortsentwicklung

 

Im Einklang mit den örtlichen Gegebenheiten sowie der aktuellen Infrastruktur möchten wir möglichst viel Kaufkraft vor Ort erhalten. Ein angemessenes Angebot in verträglicher Gestaltung, sowie unter Einbeziehung der nötigen Verkehrsplanung ist dabei von Nöten.

 

Überarbeitung des Flächennutzungsplans

 

Angepasst an den steigenden Bedarf sollten wir bezahlbaren Wohnraum für Einheimische und junge Familien schaffen.

Durch die Ausweisung neuer Bauflächen bleiben Grundstücke in Grafrath auch für unsere nächste Generation erschwinglich. Der Ortscharakter Grafraths soll erhalten bleiben durch behutsame Innenverdichtung, den Erhalt von Freiflächen und Ortsrandabrundung.

 

Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen

 

Durch sinnvolle Gewerbeentwicklung, Vernetzung der ansässigen Betriebe und Förderung umweltverträglicher Unternehmen schaffen wir eine Zukunft für alle ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen am Ort.

Zentrale örtliche Angebots-/und Nachfrageforen für Arbeits-, Praktikums- oder Ausbildungsplätze schaffen Flexibilität und sind zeitgemäß. Das ist z.B. über den Internetauftritt der Gemeinde denkbar, der dann aktuell gehalten und zuverlässig betreut werden muss.

Die Umstellung auf schnelleres Internet (z.B. Breitband/DSL/LTE) für ganz Grafrath - natürlich bei Ausschöpfung der Fördermittel - ist nicht nur für das Gewerbe dringend erforderlich. Eine adäquate Internet-Versorgung gehört zum heutigen Lebensstandard und ist eine Selbstverständlichkeit in unserer modernen Welt. Viele umliegende Gemeinden haben das bereits genutzt und bieten ihren BürgerInnen die nötigen Kapazitäten an. Wenn wir als Gemeinde konkurrenzfähig und attraktiv bleiben wollen, sollten wir diese Entwicklung nicht verschlafen.

 

Mobilität, Verkehr und Sicherheit

 

Farblich markierte Fuß- und Radspuren auf den stark frequentierten örtlichen Straßen sind kostengünstig, wenig aufwändig und äußerst effektiv. Ebenso sind fest installierte Blitzer oder Bremsampeln durchaus eine Möglichkeit an Brennpunkten das Tempo zu senken und Kinder und FußgängerInnen zu schützen.

Die Anpassung des Nahverkehrs an die gestiegenen Bedürfnisse durch den Ausbau der Busverbindungen ist nicht nur für unsere SchülerInnen und Senioren unerlässlich. Ebenso bedarf es der Sanierung (bzgl. Beleuchtung und Sicherheit) und Erweiterung von Fahrradstellplätzen am Bahnhof, um die umweltfreundlichste und gesündeste Fortbewegungsart noch attraktiver zu gestalten.

Diesem Zweck dient auch eine Überprüfung des bestehenden Fussgänger- und Fahrradwegenetzes auf Schwachstellen bzgl. Zustand, Anbindung und Fortsetzung sowie ein Ausbau wo es sinnvoll erscheint (z.B. ein Fahhradweg parallel zur B471 von der Einfahrt beim Kriegerdenkmal bis zum Tennisplatz oder die Beleuchtung von Ulrichstrasse und Schulweg).

Wir möchten auch die Möglichkeiten neuer Mobilitätsformen

(Car-Sharing/Pooling) für Grafrath im Rahmen einer Umfrage prüfen.

 

Die touristische Förderung des Ammer-Amper Radwegs, des Rasso-Pilgerwegs und des NahTourBandes mit Hilfe von Hinweistafeln, Infobroschüren und das Internet unterstützt letztlich auch unsere ansässigen Übernachtungs- und Gastronomiebetriebe und wertet das überregionale Ansehen unseres schönen Ortes auf. Hierzu gehört auch die Bereitstellung einer detaillierten Wander/Fahrradkarte mit einem Verzeichnis örtlicher Sehenswürdigkeiten und anderer touristischer Hinweise. Ebenfalls eine sinnvolle Ergänzung stellt in diesem Zusammenhang eine Erweiterung der Bademöglichkeiten an/in der Amper, eine Verknüpfung der im Bau befindlichen Kottgeiseringer Vogelbeobachtungsplattform mit einem Naturlehrpfad im Ampermoos sowie die Einrichtung von Radltankstellen für E-Bikes dar.

 

Kinder, Jugendliche und Senioren

 

Soziale Projekte sind uns ein besonderes Anliegen.

Dass wir heute unmittelbar neben der Schule, dem Kindergarten und der Mittagsbetreuung in zentraler Lage eine Kinderkrippe haben, ist der überfraktionellen Initiative, dem Durchsetzungsvermögen und der Zielstrebigkeit von Frauen zu verdanken.

 

Dem wachsenden Bedarf an Betreuungsmöglichkeiten für unsere Kinder muss Rechnung getragen werden, bestehende Einrichtungen angepasst oder erweitert werden.

 

Die Schaffung mindestens einer neuen Fläche für Kinder und Jugendliche zur zeitgemäßen Freizeitgestaltung ist nach heutigem Wissensstand eine unerlässliche Aufgabe für Gemeinden. Ein Jugendraum ohne professionelle Betreuung und Leitung und ohne nutzbare Freianlagen, mitten im Ort mit der ständigen Problematik der Lärmbelästigung für die Anwohner, ist nicht zielführend. Unter aktiver Miteinbeziehung der Zielgruppen könnte z.B. eine moderne Scateranlage an der Mauerner Str. geschaffen werden. Denkbar wäre auch ein betreuter Raum und regelmäßige Veranstaltungen für die 10-16jährigen. In diesem Zuge möchten wir die örtlichen Vereine noch besser vernetzen, um ihr überdurchschnittliches Engagement mit den vielfältigen Möglichkeiten mehr zu unterstützen und ihre Arbeit besser zu würdigen. Die verschiedenen Angebote müssen gebündelt und ausreichend publik gemacht werden über die vorhandenen Möglichkeiten des Mitteilungsblatts oder des Internets.

 

Überparteiliche Bürgersprechstunde

 

Die Idee ist, einmal vierteljährlich eine öffentliche Sprechstunde für alle BürgerInnen in unbürokratischem Rahmen einzurichten. Dort haben Sie die Möglichkeit mit Vertretern aller Fraktionen über Ihre ganz persönlichen Fragen oder Anliegen zu sprechen. Diese können dann die Themen an den Gemeinderat weiterleiten. Wichtig ist uns, dies in Zusammenarbeit mit allen anderen Gruppierungen zu organisieren, um eine möglichst große Neutralität und Vielfalt anbieten zu können.

 

Erneuerbare Energien und Umwelt

 

Die Möglichkeiten unseren Ort weitgehend auf erneuerbare Energien umzustellen müssen behutsam und im Einvernehmen mit den BürgerInnen ausgeschöpft werden. Sinnvolle Konzepte tragen hier mehr bei als Stimmungsmache. Der Fokus sollte auf der einfachsten und billigsten Methode liegen – dem Energiesparen. Dazu müssen mit professioneller Hilfe sinnvolle Konzepte erarbeitet und konsequent durchgeführt werden. In diesem Zusammenhang regen wir eine Prüfung nachfolgender Vorschläge an: Überprüfung der Kläranlage hinsichtlich der möglichen energetischen Nutzung des Klärschlamms sowie anderer energierelevanter Einsparpotentiale; weitere Förderung der Erziehung von Kindern in Schulen und Kindergärten hinsichtlich sparsamem Energieverbrauch.

Prioritätenliste des Abfallwirtschaftsgesetzes: 1. Abfall vermeiden, 2. Abfall verwerten und recyclen, 3. Abfall beseitigen sollten auch in Grafrath gefördert werden. Hierzu können wir uns folgende Projekte vorstellen: Einrichtung einer Internet-(Tausch)börse für Waren und Dienstleistungen; Anschaffung eines gemeindlichen Geschirr-Verleihs; Kompetenzen der EinwohnerInnen zur eigenen Reparatur beschädigter Güter z.B. durch Kurse stärken; die Ansiedlung von Reparaturbetrieben.

 

Schon fast jährlich erinnern uns Hochwasserkatastrophen daran, dass ein Fluß wie die Amper nicht nur Nutzen sondern auch Gefahren mit sich bringt. Deshalb befürworten wir Massnahmen, die die Abflußgeschwindigkeit und -menge des Regenwassers verringern. Diese könnten z.B. in einer vermehrten Regenwassernutzung sowie in einer Verringerung der Flächenversiegelung bestehen.

Um unsere heimische Tier und Pflanzenwelt zu schützen und zu bewahren sollten die BürgerInnen mehr über die Verwendung heimischer Pflanzen in Hausgärten insbesondere Pflanzen für seltene Tierarten (z.B. Bienen und Schmetterlinge) informiert werden und evtl. entsprechende Hinweise in die Bebauungspläne aufgenommen werden.

 

Klosterwirt

 

Unter den neuen Voraussetzungen und geänderten Gegebenheiten ist ein runder Tisch mit den Erben und den Gemeinderäten sinnvoll, um im Dialog mit den Eigentümern das Ensemble möglichst zu erhalten.

MAKTUELLES

Montag, den 19.06.2017, um 19:30 Uhr

Sitzung des Gemeinderats

im Sitzungssaal der Gemeinde Grafrath

 

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